Die Schüler der 7. Klasse hatten in Geografie bereits den Regenwald und […]

„Ein Thema was uns auch betrifft“ und  „endlich mal eine Veranstaltung, wo […]

Die Ausstellung ist ab sofort um Umweltzentrum in Fulda zu sehen! Am […]

Schokolade und der Regenwald

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Die Schüler der 7. Klasse hatten in Geografie bereits den Regenwald und dessen Funktionsweise behandelt. So kannten sie den Tropengürtel der Erde und wußten, dass dort die Kakaoanbaugebiete liegen. Neu war der hohe Konsum in Deutschland. Jeder hier isst 12 kg Schokolade im Jahr, dass ist eine Tafel Schokolade innerhalb von 3 Tagen pro Person „ganz schön viel“ fanden die Schüler.

Die Fantasiereise nach Bolivien auf eine Kakaoplantage auf der das 13- jährige Mädchen Joelma arbeitet war ebenfalls spannend. Der Vergleich der Tagesabläufe – die Klasse und Joelma – zeigte große Unterschiede auf. Als Gemeinsamkeit stellte ein Schüler fest: „Wir werden beide gezwungen etwas zu tun, was wir nicht wollen.“ Damit meinte er, dass Joelma arbeiten gehen muss und er zur Schule. Das Privileg, welches ihm dadurch zu Teil wird, wird – alterstypisch – nicht reflektiert.

Der Vergleich der Anbaumethoden des Kakao in Monokultur, Mischkultur und Agroforstsystem machte deutlich, dass Monokulturen zwar hohe Erträge bringen, aber hohen Schäden für Mensch und Natur mit sich tragen.

Durch ein Dominospiel konnte die Wertschöpfungskette des Kakao aufgezeigt werden. Dies bildete die Überleitung zum Rollenspiel „Vom Baum zum Schokogenuss“. Den Schülern machte es großen Spaß in die Rollen der verschiedenen Akteure der Kette zu schlüpfen. Die konventionelle Wirtschaftsweise, dass harte verhandeln, hatten sie gut und schnell begriffen. Auch die Auswertung des Spiels war sehr aufschlussreich. Obwohl die Gruppe des Fairtrade- Dorfes weniger produzierte, erzielte sie am Ende die höchsten Gewinne. Den Schülern mußte die Methode des Fair- Trade noch einmal deutlich erklärt werden. Sie versuchten zu handeln, obwohl feste Preise vereinbart waren.

Ursache für den hohen Gewinnunterschied war allerdings das fernbleiben des Zwischenhändlers in einem der konventionellen Dörfer. Das verdeutlichte die Abhängigkeit von diesem Händler. Die Bauern versuchten selbst die Fabrikanten zu erreichen, das gelang ihnen, wie im wirklichen Leben, nicht.

Der Zwischenhändler hatte sehr interessante Gründe für sein Handeln. Zum einen waren ihm die Bauern, des von ihm bevorzugten Dorfes sehr sympathisch, so dass er ihnen bessere Preise zahlte ohne hart zu verhandeln. Dafür drückte er die Preise bei den Fabrikanten enorm. In der Auswertung sagte der Schüler, wäre es das richtige Leben würde er den Bauern noch mehr zahlen, weil er sie im so Leid taten. Die Rolle hatte er zwar verstanden, konnte aber nicht über seinen Schatten springen. Am Ende hatten alle Schüler verstanden, dass Fair gehandelte Schokolade zwar etwas teurer ist, ihr Kauf aber die Menschen in den Anbaugebieten unterstützt.

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Globalisierung vs. Regionalität

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„Ein Thema was uns auch betrifft“ und  „endlich mal eine Veranstaltung, wo ich selbst was machen kann“ sagten 2 Schüler während des Workshops.

Am Freitag dem 18. März fand ein weiterer Schülerworkshop in Rothenburg a.d. Fulda statt. Bereits während der Vorstellung und Einführung hatten die Schüler der 9. Klasse der Jacob Grimm Schule viele Fragen, u.a. zur Kampagne aber auch zur Arbeit des Vereins.

Das Weltverteilungsspiel, als Reaktivierung, zeigte die Verteilung der Weltbevölkerung, der verschiedenen Einkommen und des Energieverbrauches auf den verschiedenen Kontinenten. Es wurde deutlich, dass diese Faktoren zusammenhängen. Überraschung gab es allerdings bei dem hohen Energieverbrauch und Einkommen in Asien. Die Schüler zogen zum einen den Schluss, dass das das Einkommen sehr ungleichmäßig verteilt sein, da viele Asiatische Staaten als arm bekannt sind. Zum anderen führten sie den hohen Energieverbrauch auf die eine Vielzahl an Industrien zurück. Damit war die Einführung in die Globalisierung geglückt.

Die zweite Runde bestand aus der „Reise der Jeans“. Ein Blick in die eigenen Hosen zeigte, dass diese überwiegend aus Asien kamen. In der anschließenden Gruppenarbeit wurden die einzelnen Stationen der Jeans von den Schülern erarbeitet. Dazu konnten sie die vorbereiteten Materialien verwenden, aber (in vorheriger Absprache mit dem Lehrer Herrn Brehm) auch selbst mit ihren Mobiltelefonen im Internet recherchieren. Eine erste Diskussion entstand über die Verteilung des Geldes. Während ein Arbeiter nur 1% aus dem Verkauf der Hose erhält, bleiben ganze 50% in Deutschland, wo sie lediglich verkauft werden. Klar war, dass die Kosten in Deutschland bedeutend höher sind als in den Produktionsländern. Dort allerdings die Preise anzuziehen erhöht dann auch wieder den gesamten Preis der Hose, dann kann/will sie keiner mehr kaufen. Der Faire Handel wurde als eine Option angesprochen. Interessant war die Darstellung des Handels mit Secondhand – Kleidung nach Afrika. Nachdem vor etwa 30 Jahren die lokale Textilproduktion zerstört und inzwischen ein gut funktionierender Markt für getragene Kleidung aufgebaut wurde, will die Kleidungsindustrie nun diesen zerstören. Lokale Produktion wurde zum Fokus der nächsten Diskussion. Lokale Produktion konnten sich die Schüler in Deutschland schon vorstellen, allerdings stellten sie auch Fragen was denn mit Exportgütern passiere und wie es sich mit Produkten, wie Bananen oder Baumwolle verhalte, die in Deutschland nicht wachsen. Die Sachen werden doch nachgefragt. Überraschend war für sie, dass Hessen einmal für seine Leinen- Produktion berühmt war.Eine weitere Frage stellte sich nach dem Verbleib der aktuellen Produktionsstandorte. Was denn dort passiere, wenn jetzt vieles in Deutschland produziert würde.

Herr Brehm wird das Thema Regionalität mit den Schülern noch einmal aufgreifen und regional produzierenden Unternehmen recherchieren. Dann können noch viele Fragen beantwortet werden.

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Ab sofort in Fulda

Die Ausstellung ist ab sofort um Umweltzentrum in Fulda zu sehen!

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Am 10.03. findet hier ein Lehrerworkshop statt. Anmeldung unter:

Umweltzentrum & Gartenkultur Fulda e.V.
Johannisstraße 44
36041 Fulda

Telefon: 0661 9709790
Fax: 0661 9709791
eMail: kontakt@umweltzentrum-fulda.de

oder bei uns!

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Schülerworkshop in Homberg (Efze)

P1040914_klMit Spannung erwarteten die Schüler der 11. Klasse des Theodor Heuss Gymnasiums den Beginn des Workshops am Freitagmorgen. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Direktor und der Vorstellung der Referenten sowie der Kampagne begann die Arbeit. Die Einstimmung auf die Arbeit und die Themen erfolgte durch zwei Diashows, von denen eine die indigene Bevölkerung und die andere die Bedrohungen des Regenwaldes zeigte.
Aufgaben waren die Erstellung von Kurzreferaten und Plakaten zu verschiedenen Themen. Aufgrund der großen Schülerzahl wurden sechs Gruppen gebildet. Die Themen waren: “Der Regenwald”, “Indigene Wirtschaftsweisen”, “Monokulturen – Soja”, “Monokulturen- Palmöl u.a.”, “Monokulturen – soziale Folgen”, “Monokulturen – Ökologische Folgen”. Die Materialien wurden von den Referenten zur Verfügung gestellt. Während der Arbeit zeigte sich, dass bereits ein umfangreiches Wissen über das Ökosystem Regenwald vorhanden war. Die Schüler konnten sogar auf ein selbst erstelltes Handout und eine eigene Präsentation zurückgreifen. Die Problematik der Monokulturen war bekannt, hier griffen die Schüler gern auf die bereitgestellten Materialien zurück. Kleinere Schwierigkeiten bereiteten die sozialen Folgen der Monokulturen. Einerseits war wenig Grundwissen vorhanden, andererseits ist es schwierig gebündeltes Bildungs- und Informationsmaterial zu diesem Thema zu finden. Noch schwieriger wurde es beim Thema “Indigene Wirtschaftsweisen”. Diese waren den Schülern gänzlich unbekannt und es fiel ihnen schwer sich in das Thema einzudenken. Trotzdem konnten am Ende alle Gruppen ein Plakat vorstellen und Kurzreferate dazu halten.

Auch wenn am Ende keine Zeit mehr war, um über eigene Handlungsoptionen zu sprechen, wurden einige während des kompletten Zeitraums angesprochen. Dabei waren verminderter Fleischkonsum, bewußter einkaufen und selbst aktiv werden die wesentlichsten.

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Schülerworkshop Ernährung

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Mit indigenen Wirtschaftsweisen und Monokulturen beschäftigten sich gestern die Schüler der 6. Klasse der Montessori Schule Jena. Dazu erstellten sie vier Plakate, malten ihre eigene Erde und entwickelten erste Ideen, zu dem was sie selbst tun können.

Das Erste was den Schülern zum Thema Regenwald einfiel waren Tiere, Bäume und Regen, aber auch Vielfalt, Urvölker und Zerstörung nannten einige beim einführenden Brainstorming. Die anschließende Gruppenarbeit führten sie mit großem Interesse und Spaß durch. Sie entwarfen Plakate zu den Themen: „Der Regenwald“, „Indigene Wirtschaftsweisen“, „Monokulturen“ und „Die Folgen auf das Ökosystem“, welche sie im Anschluss präsentierten. Die Gegenüberstellung der beiden konträren Wirtschaftssysteme zeigte deutlich den Weg. Während indigene Wirtschaftsweisen den Wald nachahmen, Zerstören Soja und Co das Ökosystem vollständig. Zwei Schülerinnen zeigten in einem kleinen Rollenspiel, was mit dem Soja geschieht: Viehfutter für unsere Schweine. Die Schüler stellten sich auch die Frage, warum die am Amazonas denn so viel roden, wenn doch die Folgen bekannt sind. Die Antworten waren das Streben nach Geld und unser Konsum, der die Zerstörung fördert.

Die eigene Erde zu malen zeigte ihnen, wie komplex und verflochten unsere Lebenswelt doch ist. So lange nur wenige Menschen hier leben, stellt die Ernährung kein Problem dar. Doch was ist, wenn wir mehr werden? Zum Beispiel brauchen wir Weiden für die Kühe, dort wo Weiden sind, können wir aber kein Getreide anbauen. Sehr einleuchtend schilderte der Referent des THEBIT Mathias Rauh den Treibhausgaseffekt. Ein Quiz zum CO2- Ausstoß verschiedener Produkte brachte Überraschungen: 96 kg CO2 stößt ein Auto auf einer Strecke von 500km, die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht 22kg CO2. Der Bio-Käse liegt mit 8,5kg auf gleicher Höhe mit Erdbeeren aus Afrika. Da hingegen ist der CO2- Ausstoß beim regionalen Anbau von Gemüse und Obst so gering, dass die Zahl nicht auf den Zettel passte.

Schnell war den Schülern klar, dass ein geringerer Fleischkonsum eine Möglichkeit ist, um den Auswirkungen auf des Klima und den Regenwald entgegenzuwirken. Weitere Vorschläge waren: Lebensmittel aus der Region zu kaufen, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, Papier in der Schule einsparen und einige mehr. Mit diesen ersten Ideen gingen sie wieder in die Schule, um diese weiterzuentwickeln und ein Projekt zum Schutz des Regenwaldes an der Schule ins Leben zurufen.

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Erster Workshop in Jena

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In Kooperation mit der Stadt Jena und dem EWNT (www.ewnt.de) fand am 27.08. im Plenarsaal des Historischen Rathauses der erste Workshop für Erwachsene in Jena statt.
Angemeldet war eine Gruppe interessierter Erwachsener aus dem Bildungsprogramm der ÜAG Jena (www.ueag-jena.de). Sie beschäftigten sich bereits seit Montag mit dem Thema „Gesunde Ernährung“. Den Abschluss des 4-tägigen Programms bildete unser Workshop zum großen Thema „Ernährung“.
Bei der Eingangs- Frage, wo unser Essen denn herkommt, waren sich die Teilnehmer einig: nicht aus Deutschland. Die Referentin des EWNT Claudia Penseler nahm sie dann mit auf eine Reise nach Ecuador. Anhand unseres Fleischkonsums, verdeutlichte sie die Auswirkungen des Sojaanbaus auf den Regenwald und dessen Bewohner. Anschließend sprach sie über ihre eigenen Erfahrungen, die sie in Ecuador sammelte. Dabei zeigt sie die Schönheit und Vielfalt des Waldes und die indigenen Wirtschaftsweisen in eigenen Fotoaufnahmen und gab einen kurzen Anreiz, für eigene Handlungsoptionen.
Bevor diese erörtert wurden, wurden den Teilnehmern noch einmal Bilder des riesigen Ausmaßes des Sojaanbaus gezeigt und verdeutlicht, dass jeder einzelne von uns durch seien Konsum einen Beitrag zur Zerstörung leistet. Wichtig war auch das Hervorheben der eigenen Betroffenheit. Insbesondere, die Tatsache, dass genmanipuliertes Futter in unsere Nahrungskette gelangt, aber auch Gifte, welche beim Anbau eingesetzt werden, war den Teilnehmern unbekannt.
Schnell wussten sie, was sie tun können: Regional und saisonal einkaufen und auf des Siegel „ohne Gentechnik“ achten. Bioprodukten wollen sie aufgrund verschiedener Skandale nicht vertrauen. Auch passen die teilweise höheren Preise der biologischen Lebensmittel nicht in das Budget der Gruppe. Der eigene Anbau wurde ebenfalls thematisiert. Neu war den beteiligten, dass es Formen, wie Gemeinschaftsgärten oder ähnliches gibt. Dafür interessierten sie sich jedoch weniger.
Der Ausflug in den Amazonas brachte den Teilnehmern schöne, aber auch schockierende Bilder. Er veranlasste sie aber, ihr eigenes Handeln zu überdenken und machte ihnen deutlich, dass sie die Welt mitbestimmen und gestalten können.

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Ausstellung in Schmalkalden, Thüringen

Seit 01.06. zeigen wir die Ausstellung in der Bibliothek der Fachhochschule Schmalkalden.

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Zum Hochschulinformationstag am 13.06. boten wir erstmalig Führungen durch die Ausstellung an und zeigten drei Filme über solidarische Wirtschaftsunternehmen in Brasilien, Frankreich und Deutschland.

 

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