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Globalisierung vs. Regionalität

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„Ein Thema was uns auch betrifft“ und  „endlich mal eine Veranstaltung, wo ich selbst was machen kann“ sagten 2 Schüler während des Workshops.

Am Freitag dem 18. März fand ein weiterer Schülerworkshop in Rothenburg a.d. Fulda statt. Bereits während der Vorstellung und Einführung hatten die Schüler der 9. Klasse der Jacob Grimm Schule viele Fragen, u.a. zur Kampagne aber auch zur Arbeit des Vereins.

Das Weltverteilungsspiel, als Reaktivierung, zeigte die Verteilung der Weltbevölkerung, der verschiedenen Einkommen und des Energieverbrauches auf den verschiedenen Kontinenten. Es wurde deutlich, dass diese Faktoren zusammenhängen. Überraschung gab es allerdings bei dem hohen Energieverbrauch und Einkommen in Asien. Die Schüler zogen zum einen den Schluss, dass das das Einkommen sehr ungleichmäßig verteilt sein, da viele Asiatische Staaten als arm bekannt sind. Zum anderen führten sie den hohen Energieverbrauch auf die eine Vielzahl an Industrien zurück. Damit war die Einführung in die Globalisierung geglückt.

Die zweite Runde bestand aus der „Reise der Jeans“. Ein Blick in die eigenen Hosen zeigte, dass diese überwiegend aus Asien kamen. In der anschließenden Gruppenarbeit wurden die einzelnen Stationen der Jeans von den Schülern erarbeitet. Dazu konnten sie die vorbereiteten Materialien verwenden, aber (in vorheriger Absprache mit dem Lehrer Herrn Brehm) auch selbst mit ihren Mobiltelefonen im Internet recherchieren. Eine erste Diskussion entstand über die Verteilung des Geldes. Während ein Arbeiter nur 1% aus dem Verkauf der Hose erhält, bleiben ganze 50% in Deutschland, wo sie lediglich verkauft werden. Klar war, dass die Kosten in Deutschland bedeutend höher sind als in den Produktionsländern. Dort allerdings die Preise anzuziehen erhöht dann auch wieder den gesamten Preis der Hose, dann kann/will sie keiner mehr kaufen. Der Faire Handel wurde als eine Option angesprochen. Interessant war die Darstellung des Handels mit Secondhand – Kleidung nach Afrika. Nachdem vor etwa 30 Jahren die lokale Textilproduktion zerstört und inzwischen ein gut funktionierender Markt für getragene Kleidung aufgebaut wurde, will die Kleidungsindustrie nun diesen zerstören. Lokale Produktion wurde zum Fokus der nächsten Diskussion. Lokale Produktion konnten sich die Schüler in Deutschland schon vorstellen, allerdings stellten sie auch Fragen was denn mit Exportgütern passiere und wie es sich mit Produkten, wie Bananen oder Baumwolle verhalte, die in Deutschland nicht wachsen. Die Sachen werden doch nachgefragt. Überraschend war für sie, dass Hessen einmal für seine Leinen- Produktion berühmt war.Eine weitere Frage stellte sich nach dem Verbleib der aktuellen Produktionsstandorte. Was denn dort passiere, wenn jetzt vieles in Deutschland produziert würde.

Herr Brehm wird das Thema Regionalität mit den Schülern noch einmal aufgreifen und regional produzierenden Unternehmen recherchieren. Dann können noch viele Fragen beantwortet werden.

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