Sep

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Schülerworkshop Ernährung

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Mit indigenen Wirtschaftsweisen und Monokulturen beschäftigten sich gestern die Schüler der 6. Klasse der Montessori Schule Jena. Dazu erstellten sie vier Plakate, malten ihre eigene Erde und entwickelten erste Ideen, zu dem was sie selbst tun können.

Das Erste was den Schülern zum Thema Regenwald einfiel waren Tiere, Bäume und Regen, aber auch Vielfalt, Urvölker und Zerstörung nannten einige beim einführenden Brainstorming. Die anschließende Gruppenarbeit führten sie mit großem Interesse und Spaß durch. Sie entwarfen Plakate zu den Themen: „Der Regenwald“, „Indigene Wirtschaftsweisen“, „Monokulturen“ und „Die Folgen auf das Ökosystem“, welche sie im Anschluss präsentierten. Die Gegenüberstellung der beiden konträren Wirtschaftssysteme zeigte deutlich den Weg. Während indigene Wirtschaftsweisen den Wald nachahmen, Zerstören Soja und Co das Ökosystem vollständig. Zwei Schülerinnen zeigten in einem kleinen Rollenspiel, was mit dem Soja geschieht: Viehfutter für unsere Schweine. Die Schüler stellten sich auch die Frage, warum die am Amazonas denn so viel roden, wenn doch die Folgen bekannt sind. Die Antworten waren das Streben nach Geld und unser Konsum, der die Zerstörung fördert.

Die eigene Erde zu malen zeigte ihnen, wie komplex und verflochten unsere Lebenswelt doch ist. So lange nur wenige Menschen hier leben, stellt die Ernährung kein Problem dar. Doch was ist, wenn wir mehr werden? Zum Beispiel brauchen wir Weiden für die Kühe, dort wo Weiden sind, können wir aber kein Getreide anbauen. Sehr einleuchtend schilderte der Referent des THEBIT Mathias Rauh den Treibhausgaseffekt. Ein Quiz zum CO2- Ausstoß verschiedener Produkte brachte Überraschungen: 96 kg CO2 stößt ein Auto auf einer Strecke von 500km, die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht 22kg CO2. Der Bio-Käse liegt mit 8,5kg auf gleicher Höhe mit Erdbeeren aus Afrika. Da hingegen ist der CO2- Ausstoß beim regionalen Anbau von Gemüse und Obst so gering, dass die Zahl nicht auf den Zettel passte.

Schnell war den Schülern klar, dass ein geringerer Fleischkonsum eine Möglichkeit ist, um den Auswirkungen auf des Klima und den Regenwald entgegenzuwirken. Weitere Vorschläge waren: Lebensmittel aus der Region zu kaufen, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, Papier in der Schule einsparen und einige mehr. Mit diesen ersten Ideen gingen sie wieder in die Schule, um diese weiterzuentwickeln und ein Projekt zum Schutz des Regenwaldes an der Schule ins Leben zurufen.

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